Makak

Die Witwen in Makak


Makak liegt etwa in der Mitte Camerouns, leicht südlich der Straße, die von Douala, einer großen Hafenstadt, nach Jaounde, der Hauptstadt des Landes führt.
Bei einem Gottesdienst begegneten mir in Makak 19 ältere Witwen, die mir ihre Not schilderten. Viele ihrer Kinder waren, da ländliches Gebiet mit wenig Arbeitsmöglichkeit, inzwischen in die Stadt abgewandert.
Witwen in Afrika erfahren wenig Akzeptanz von ihrem Umfeld. Oft beschuldigt man sie für Dinge, die sie nicht verursacht haben, bezichtigt sie der Hexerei oder verurteilt sie, weil sie ihre Kinder angeblich nicht richtig erzogen hätten.
Witwen klagen darüber, dass sie kaum mit Respekt behandelt wüden, obwohl man in Afrika sonst ältere Menschen im Allgemeinen besonders schätzt.

Bau eines Witwenhauses


Dr. Emmanuel Njock, der die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde in die Basaa-Sprache überträgt, hat die Not dieser Frauen gesehen. Mit seiner Hilfe begannen wir für die Witwen in Makak ein Haus zu bauen. Dort treffen sie sich regelmäßig zu Austausch und Gebet haben. Der Verein MAKAK (Witwen von Makak) wurde gegründet. Inzwischen wird die Gruppe auch von der Regierung wahrgenommen. Einige  Witwen bekommen Unterstützung.
Letztes Jahr bildeten die Witwen (zum ersten Mal in ihrer Geschichte) einen eigenen Part im Umzug beim ´Tag der Frau´ am 8. März.
Durch Stühle und Zeltverleih kommt etwas Geld in die Kasse. So können bei Bedarf auch Medikamente gekauft werden.
In Makak gibt es drei einzelne Gruppen, da die Häuser weite Wege voneinander entfernt sind. Jeder der drei wollen wir ein Stück Land kaufen, damit der Ernte-Ertrag der jeweiligen Gruppe zugute kommt.
Das erste Land wurde schon gefunden und gekauft. Die Witwen sind unendlich dankbar.
Die Amtssprache ist französisch. Die Einheimischensprache Basaa wird von etwa 500 000 Menschen gesprochen.

Unterricht in der Basaa-Sprache

Viele der älteren Witwen können nicht lesen. Dr. Njock unterrichtet diese Frauen. Er übersetzt die Losungen jedes Jahr in diese Sprache.
Mit diesen Büchern lehrt er auch an der Universität diese Basaa-Sprache mit staatlicher UnterstützungDadurch werden viele Studenten mit dem Wort Gottes erreicht
Inzwischen konnten wir ein weiteres Buch auf Basaa drucken lassen. Es gibt jungen Menschen Hilfe, zu lernen, was Liebe wirklich ist. Walter Trobisch schrieb diesen Bestseller vor vielen Jahren, der in über 70 Sprachen erschien: ´Ich liebte ein Mädchen´. Auf je zwei gegenüberliegenden Seiten ist jeweils in französisch und Basaa die Geschichte zweier Liebenden aufgeschrieben, ihre Nöte und Versuchungen – und Antwortbriefe auf ihre Fragen von Walter Trobisch.
Unsere Hoffnung ist, dass viele junge Menschen dadurch vor falschen Entscheidungen bewahrt werden.
AIDS ist in Afrika weit verbreitet!!

Hilfe zur Selbsthilfe

Dr. Njocks Söhne Richard und Mbombo sind in die Witwenarbeit eingestiegen. Mbombo verknüpft die Gruppen miteinander und probiert neue Wege aus, um Witwen zur Selbsthilfe zu animieren.
Richard wird in wenigen Wochen ins Witwenhaus ziehen und ein neues Projekt beginnen. Mit gesponserten Computern will er besonders die älteren Kinder der Witwen motivieren, mit Computern zu arbeiten. Das könnte eine Option werden, die jungen Menschen von der Großstadt fernzuhalten, die leider viele ins Verderben stürzt.

Richard will aber auch neue Formen des Ackerbaus ausprobieren Er nennt dieses Projekt ´Arche Noah´