Wie die Idee zum Helfen entstand...


Situation der Witwen in Cameroun allgemein:


Frauen werden oftmals sehr jung geheiratet. 14 Jährige sind keine Seltenheit. Verheiratet werden sie von ihren Eltern an ältere Männer, meist über 40. Erst dann hat ein Mann das Geld zusammen, um den Brautpreis zu bezahlen. Oftmals bekommt die junge Frau nach der Hochzeit 3-6 Kinder, bevor der Mann stirbt. Menschen werden im Schnitt nicht älter als 60, falls sie nicht schon zuvor bei der Feldarbeit durch einen Schlangenbiss zu Tode kommen.


Die Witwe bleibt nach dem Tod oftmals völlig unversorgt zurück!


Die Familie des Mannes hat keinerlei Pflichten, Frau oder Kinder zu versorgen. Trotzdem geschieht es gelegentlich. Doch im Fall von Witwe Moh, die ich persönlich interviewte, durfte sie mit ihren fünf Kindern nach der Beerdigung ihres Mannes nicht mehr ihr Haus betreten. Ein Onkel ihrer eigenen Familie nahm sie auf.
Ein zweites Mal zu heiraten ist ein Verstoß gegen die Tradition. Es kommt vor, dass Frauen dann vergiftet werden.
Außerdem: Wer heiratet eine Frau, die mehrere Kinder hat und zahlt für sie dann auch noch den Brautpreis?
Als Weiteres: Da oftmals kein Geld zum Heiraten da ist, zieht man zusammen und lebt miteinander in der Stadt. Kinder werden geboren oder auch abgetrieben. Bei einer Schwangerschaft wird die junge Frau oftmals verlassen. Und der Mann will keine Frau mit Kind heiraten.
Auch diese Frauen sind oft schutzlos und alleingelassen.
Aufmerksam wurde ich auf diese Situation bei einem Besuch im Jahre 2010 in Cameroun, Westafrika. Witwen baten mich um Hilfe.